Hersteller: Losmandy.
Auf diese Montierung baue ich meinem 12" Newton oder meinem 10" Cassegrain nebst allen Anbauteilen auf.
Einige Daten zu der Montierung:
Die Originalschrauben für die Klemmung der Polhöhe und die Verbindung von der Montierung zum Stativ habe ich alle ausgetauscht.
Die originalen Schrauben erlaubten kein werkzeugloses verbinden der Montierung mit dem Stativ.
Auch um die Polhöhe klemmen
zu können, musste man in der Originalausführung zum Werkzeug greifen.
Die Klemmschrauben der Achsenklemmungen sind ebenfalls getauscht.
Die größeren Schrauben sind griffiger und auch feinfühliger
mit Handschuhen zu bedienen.
Die Abdeckungen der Motoren habe ich gegen stabilere aus Aluminium getauscht.
In die Basis der Montierung sind zwei Wasserwaagen eingelassen, um die Montierung auszurichten.
Ich benutze das originale Losmandy Stativ.
Es ist etwas sperrig im Transport, aber sehr stabil.
Es läßt sich von 80
bis 117cm stufenlos verstellen.
Die Gegengewichtsstange dreht sich bei dieser Montierung mit.
Für die Nachführung der Montierung benutze ich die Losmandy Zweiachsensteuerung Modell 492.
Diese Steuerung bietet folgende Funktionen:
Anschlüsse gibt es für die Rektaszesion und Deklinationsmotoren.
Am Anschluss für die Handbox läßt sich auch wahlweise ein Autoguider anschließen.
Neben den Anschluss für die 12 Volt Gleichstromversorgung gibt es einen 12 Volt Ausgang, um zum Beispiel digitale Teilkreise
zu versorgen.
Intern kann man die Steuerung auf die Nord- oder Südhemisphäre einstellen.
Die Steuerung läßt sich auch problemlos ohne der Handbox betreiben, mit der Einschränkung, das keine Korrekturen in Rektaszesion
oder Deklination ausgeführt werden können.
Sollte einer der Klipse vom den Steckern der Handbox oder den Motorkabeln brechen,
kann man immer noch mit nur einem Kabel in der Rektaszesionsachse nachführen.
Die Handbox bietet neben den vier Richtungstasten auch zwei Schalter, um die Bewegungsrichtung
der Motoren umzukehren.
Besonders die Umkehrtaste für die Deklination ist hier wichtig, denn damit wird ausgeglichen ob
sich der Tubus auf der Ost- oder Westseite der Montierung befindet.
Die Klipse der Stecker für die Handbox und den Motorkabeln sind sehr empfindlich gegen abbrechen.
Hier sollte man beim Umgang mit dem Kabeln unbedingt darauf achten, das diese nicht beschädigt werden.
nachdem die Tasten vom originalen Handtaster nicht mehr richtig funktionierten, kaufte ich mir einen neuen Handtaster.
Der neue Handtaster
ist deutlich größer als der vorhergehende. Die Funktion der Tasten übernimmt jetzt eine Folientastatur. Im Gehäuse vom Handtaster ist nicht
viel eingebaut.
Das Anschlusskabel ist jetzt wechselbar. Mitgeliefert wurde ein dickes Spiralkabel. Die Schalter für die Richtungsumkehr
der Tasten befinden sich am Gehäuseboden. Eine LED ist am neuen Handtaster ebenfalls nicht mehr vorhanden.
Die Kupplung der Achsen mit der Schnecke wird über Kunstoffscheiben bewerkstelligt.
Der Anpressdruck wird über die Klemmschrauben der Achsenklemmung eingestellt.
Gibt man auf die Kunststoffscheiben etwas Fett, lässt sich auch die Härte oder Trägheit der Achsenklemmung beeinflussen.
Rektaszesionsachse (Bild oben).
Deklinationsachse (Bild unten).
Der Aufbau der Achsenklemmungen (Bild links).
Einzelteile der Achsenklemmungen (Bild mitte):
Klemmschraube.
Federscheibe.
Abstandsring.
2 Beilagscheiben.
Axiallager.
Die Achsenklemmung im Paket (Bild rechts).
Die Teilkreise der Montierung sind sehr genau und gut zu gebrauchen.
Die Teilkreise sind mir eine große Hilfe beim Aufsuchen der Planeten am Taghimmel.
Der Teilkreis in Rektaszension hat eine Auflösung von 4′, am Nonius kann in einer Auflösung von 1′ abgelesen werden.
Dieser Teilkreis ist für die Nord- und Südhalbkugel der Erde geeignet.
Der Teilkreis für die Deklination hat eine Auflösung von 1°, am Nonius kann in einer Auflösung von 0,1° abgelesen werden.
Die Skala der Polhöhe ist in 2° Schritten unterteilt.
Der Verstellbereich erstreckt sich von 6 bis 68°.
Die Polhöhe wird mit einem großen Drehknopf verstellt. Die Polhöhe lässt sich auch bei beladener Montierung einstellen.
Die Verriegelung der Polhöhe geschieht mittels zwei Schrauben.
Beim Kauf von digitalen Teilkreisen wie dem NGC MAX® oder dem ARGO NAVIS® stößt man immer auf diese Hinweise:
"Losmandy G-11 mount (pre-2002) German Eq. with flat on RA & Dec shafts G11"
"Losmandy G-11 and GM-8 mounts must have a flat or groove machined into the shafts"
Damit sind die Abfräsungen mit den Gewindelöchern am Gehäuse der jeweiligen Achse gemeint.
Der Polsucher wird auf die Sterne scharfgestellt, in dem der silberne Ring (türkises Oval)
gelockert wird und der Tubus mit der Sammellinse (grünes Oval) entsprechend verdreht wird.
Mit dem silbernen Ring wird
dann der Fokus fixiert.
Zum einstellen muß der Polsucher aus der Montierung herausgedreht werden, und kann dann an jedem
beliebigen Stern scharfgestellt werden.
Das Fadenkreuz wird mit der augenseitigen Linse scharfgestellt.
Zum scharfstellen
wird das Okular (gelbes Oval) verdreht.
Die Beleuchtung vom Polsucher schließe ich am 12 Volt Ausgang der DDS Steuerung an.
Die Beleuchtungseinheit wird in das Gewinde vom Polsucher eingeschraubt.
Die Messing (?)- Gewindeeinsätze der Klemmschrauben vom Stativ rissen nach einigen Jahren intensiven Gebrauchs aus, und ließen sich nicht
mehr festziehen.
Die Klemmschrauben habe ich durch Klemmhebel ersetzt, welche es im Astronomiefachhandel von Losmandy für das Stativ gibt.
Durch ihre Rastung können die Klemmhebel "zur Seite" gestellt werden, so das sie nicht stören.
Gleichzeitig habe ich die Gewindestangen für die Stativklemmung durch neue Zoll- Schrauben ersetzt, welche im Schraubenfachhandel
erhältlich sind.
Die Verstellung der Polhöhe
Die Verstellung vom Azimut
Der Verstellbereich in Azimut umfasst ± 8,5°.
Der Polblock und das Stativ in Einzelteilen.
Die Wasserwagen der Montierung.