Das Herschelprisma von Lunt







Das Herschelprisma von Lunt hatte ich lange an meinem 150/3000mm Schiefspiegler im Einsatz. Zuvor hatte ich mit diesem Prisma an meinem 80/910mm Refraktor die Sonne im Weißlicht beobachtet.

Da dieses Herschelprisma aber nur eine Größe von 1¼″ hat, und sich somit keine großen 2″ Okulare einsetzen lassen, um mit dem Schiefspiegler die ganze Sonne sehen zu können, wurde dieses Prisma durch ein 2″ Lacerta Herschelprisma ersetzt.


Lunt Herschelprisma  
Dieses Herschelprisma ist in der 1¼″ Ausführung.

Im Lieferumfang (9/2010) war kein weiterer Filter zur Lichtdämpfung inbegriffen. Es ist jedoch für die visuelle Beobachtung der Sonne ein Neutralfilter der Dichte 3.0 zwingend erforderlich.

Dieser Neutralfilter muss in das Okular eingeschraubt werden. Der feste Einbau in das Herschelprisma ist nicht möglich! (In der neuen Generation ist ein fester Einbau laut Händler aber möglich).

Das Herschelprisma hat eine geschlossene Lichtfalle mit Lüftungsschlitzen. Der rote Warnaufdruck erwärmt sich bei der Beobachtung merklich. Wird ein IR/UV Cut vor das Herschelprisma eingeschraubt, bleibt die Lichtfalle kalt.

Teleskopseitig hat das Prisma ein 1¼″ Filtergewinde. Die Okularseitige Klemmung hat einen Messingspannring.

Die Tiefe der Okularaufnahme beträgt 33 mm.

Das Gehäuse ist aus Metall und sehr massiv. Der Steckanschluss hat eine Sicherungsnut.

Lunt Herschelprisma  
Dieses Herschelprisma setzte ich bei einer Teleskopöffnung von 150mm an meinem Schiefspiegler ein.
Auch bei langen und ununterbrochenen beobachten der Sonne erwärmt sich das Herschelprisma durch den vorgeschalteten IR/UV Cut kaum. Schäden am Herschelprisma durch die große Teleskopöffnung oder durch eine lange und ununterbrochene Ausrichtung auf die Sonne konnte ich nicht feststellen.


Lunt Herschelprisma  
Detailansichten vom Herschelprisma.

Das Glasprisma im Gehäuse (Bild links).


Die Steckhülse mit dem Filtergewinde (links) und der Okularaufnahme mit Spannring (rechts).

Lunt Herschelprisma            Lunt Herschelprisma


Die Lichtfalle von außen und von innen.

Lunt Herschelprisma            Lunt Herschelprisma


Der Filterturm im 1,25 Zoll Herschelprisma


Filterturm  
Sobald in das 1¼″ Herschelprisma mehr als einen Filter einschraubt wird, liegen die Filter auf dem Boden der Okularaufnahme auf.

Dadurch liegt das Okular mit seinem Gehäuseboden nicht mehr auf der Okularaufnahme auf, was im Bild deutlich zu sehen ist.

Das Okular wackelt dadurch auch bei fest angezogenen Spannring.
Bei meinem Intes Herschelprisma war das noch extremer, das Okular war so weit aus der Aufnahme heraus, das in der Nut zwischen Okularhülse und Filterring geklemmt wurde.

Diese Situation tritt auf, wenn man neben den ND 3.0 Filter noch einen zusätzlichen Filter zur weiteren Lichtdämpfung verwenden will.

In der neuen Generation vom Lunt 1¼″ Herschelprisma sollte diese Situation nicht mehr auftreten, da der ND 3.0 fest im Gehäuse verbleiben kann.